Schnittzeit-Rechner Drahterodieren

Wire EDM – maschinenunabhängige Abschätzung über generische Materialklassen-Richtwerte. Läuft vollständig offline im Browser.

Eingaben

Pro Zeile eine Kontur: entweder direkte Länge (mm) oder eine Bohrung über ihren Durchmesser (Umfang = π × Ø). „Anzahl“ = Anzahl gleicher Konturen dieser Zeile. „Aufmaß“ = konturparalleles Restaufmaß, das der Draht vor der Endkontur ausräumen muss (Außenkontur meist 0).
Typ Wert (mm) Anzahl Aufmaß (mm)
Vorgabe für neue und aus der STEP-Datei erkannte Konturen; je Zeile überschreibbar.
Gesamtkonturlänge: –
Multipliziert die gesamte Zeit pro Bauteil.
Feste Zeit pro Einstich siehe Einstellungen.
„Alles zurücksetzen“ leert alle Eingaben und setzt die Richtwerte in den Einstellungen auf Standard.

Geschätzte Schnittzeit

Einstellungen & Richtwerte

Alle Werte sind generische Richtwerte und sollten an eigene Erfahrungswerte angepasst werden. Änderungen werden mit „Einstellungen speichern“ nur in diesem Browser / auf diesem PC gespeichert (localStorage).

Materialklassen – Basiswert Schnittleistung (mm²/min)

MaterialklasseBasiswert

Dickenfaktor – Stützpunkte (stückweise lineare Interpolation)

Faktor 1,0 = optimale Bedingungen (ca. 50 mm). Außerhalb des kleinsten / größten Stützpunkts wird der jeweilige Randwert verwendet.

Dicke (mm)Faktor

Schnittanzahl-Faktoren (Zeit = Schruppzeit × Faktor)

Weitere Parameter

Draht-Ø + 2× Funkenspalt. Bestimmt die Ausräumzeit beim konturparallelen Aufmaß.

Wie wird gerechnet?

Grundzeit (min) = Gesamtkonturlänge (mm) × Werkstückdicke (mm) / Schnittleistung (mm²/min)
Ausräumzeit = Σ(Konturlänge × Anzahl × Aufmaß) × Dicke / (Schnittleistung × Schnittspalt)
Zeit pro Bauteil = (Grundzeit × Schnittanzahlfaktor + Ausräumzeit + Einstichzeit) × (1 + Sicherheitspuffer)
Gesamtzeit = Zeit pro Bauteil × Anzahl Bauteile

Konturen-Liste – die Gesamtkonturlänge je Bauteil wird aus den einzelnen Zeilen summiert. Eine Zeile vom Typ „Länge“ geht direkt ein, eine Zeile vom Typ „Bohrung“ mit dem Kreisumfang π × Ø. Die Spalte „Anzahl“ multipliziert die jeweilige Zeile (z. B. 6 gleiche Bohrungen).

Anzahl Bauteile – Losgröße. Multipliziert die komplette Zeit pro Bauteil (inkl. Einstichzeit und Sicherheitspuffer), da jedes Teil eigene Schnitt- und Einstichzeit benötigt.

Einstiche – bei aktivem Häkchen „automatisch“ wird je Kontur / Bohrung ein Startloch angesetzt (Summe der Anzahl-Spalte). Ohne Häkchen wird die eingegebene Anzahl verwendet.

Schnittleistung ergibt sich aus mehreren Faktoren:

Basiswert der Materialklasse – grober Richtwert der Abtragsleistung in mm²/min, maschinenunabhängig.

Dickenfaktor – die Leistung ist nicht linear zur Dicke. Optimum bei ca. 50 mm (Faktor 1,0). Bei sehr dünnen Teilen (< 30 mm) verschlechtern sich die Spülbedingungen, bei sehr dicken Teilen (> 100 mm) fällt die Leistung deutlich ab. Zwischenwerte werden linear zwischen den Stützpunkten interpoliert.

Schnittanzahl-Zuschlag – jeder Nachschnitt kostet zusätzliche Zeit. Vereinfacht: 1 Schnitt = ×1,0; 2 Schnitte = ×1,15; 3 Schnitte = ×1,3; 4 Schnitte = ×1,45 bezogen auf die Schruppzeit.

Ausräumen (konturparalleles Aufmaß) – hat eine Kontur noch Restaufmaß parallel zur Endkontur, muss der Draht dieses Material zuerst in mehreren parallelen Umläufen abtragen. Zusatzzeit = Grundzeit der Kontur × (Aufmaß ÷ Schnittspalt), d. h. bei 1 mm Aufmaß und 0,3 mm Schnittspalt rund 3 zusätzliche Umläufe. Der Schnittspalt (Draht-Ø + 2× Funkenspalt, Standard 0,30 mm) steht in den Einstellungen. Die Außenkontur hat meist kein Aufmaß (Wert 0).

Einstichzeit – feste Zeit je Startloch / Einstich, wird zur Zwischensumme addiert.

Sicherheitspuffer – prozentualer Aufschlag auf die Zwischensumme (Schnittzeit + Ausräumzeit + Einstichzeit), Standard 15 %.

Vorbereitet, aber noch nicht aktiv: ein maschinenspezifischer Faktor (Sodick ALC 600 / Mitsubishi FA20 / AGIE Challenge 3). Er steckt bereits als maschinenFaktor = 1,0 in der Formel und kann ergänzt werden, sobald reale Maschinendaten vorliegen.